Ausgangslage

Der Inn leidet seit langer Zeit unter dem Nutzungsdruck, der durch die räumliche Begrenzung des Lebensraums hervor-
gerufen wird. Dem Inn steht dabei zu wenig Platz für eine ausreichende Entfaltung zur Verfügung. Damit wird die Erfüllung seiner vielfältigen ökologischen Funktionen erschwert. Die technisch geprägte Verbauungsphilosophie der Vergangenheit hat zudem die Schutzinteressen der Unterlieger zu wenig berücksichtigt.

Der Inn stellt als Hauptgewässer Tirols die größte Gefahren-
quelle im Hochwasserfall dar. Die Hochwasserereignisse in den vergangenen 15 Jahren in Mitteleuropa haben gezeigt, dass mit klassischen technischen Schutzmaßnahmen allein gegen diese Naturgefahren nicht mehr das Auslangen gefunden werden kann.

Um einerseits die Stellung des Inn als wesentlichen Bestandteil der Natur Tirols zu stärken und seine ökologische Wertigkeit zu erhöhen, und um andererseits den Menschen vor den von ihm ausgehenden Gefahren bestmöglich zu schützen, müssen unbedingt zielgerichtete und koordinierte Handlungen gesetzt werden. Um allen Ansprüchen gerecht zu werden, braucht es einen ganzheitlichen und vernetzten Ansatz. Dies wird die Beschreitung neuer Wege bei der Umsetzung konkreter Maßnahmen erfordern. Das Kooperationsprojekt der.inn – lebendig und sicher greift diesen Ansatz auf und setzt erste Projekte erfolgreich um.

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